Der Autor

Benedicite!

Mein Name ist Günther Peer und ich bin Autor. Geboren im heiligen Jahr 1950, unter Papst Pius XII. Meine Wurzeln liegen in einer aristokratischen Familie, im Venedig des 18. Jahrhunderts – famiglia principessa Ruchelli. Aufgewachsen in geordneten Verhältnissen der Nachkriegszeit. Mein Vater Leopold, ein Buchdruckermeister mit Leib und Seele, meine Mutter Ottilie, Hausfrau und Mutter aus Leidenschaft sowie mein Bruder Egon, verheiratet mit Elisabeth, und Sohn Markus. Die Pflichtschule war ein Leidensweg, besonders Mathematik. Dagegen Deutsch und Geschichte meine einzige Freude. Danach eine unglückliche Lehre als Großhandelskaufmann mit Lehrabschluss.
In meiner Sturm- und Drangzeit sehr sittsam, orientiert an christlichen Werten und Idealen, stark engagiert in der außerschulischen Jugendarbeit. Erfolgreicher Ministrantenbetreuer der Diözese Innsbruck, Oberministrant in der Pfarre St. Paulus, in der Pfarre Saggen und Jugendbetreuer in der Pfarre Petrus Canisius. Gründung der ersten Ministrantenzeitung (Juli 1968).
Im Herbst 1968 die Berufung in das Bischöfliche Ordinariat, unter Diözesanbischof DDr. Paulus Rusch, als Leiter des Bischöflichen Behelfsdienstes (Informationsstelle für die Diözesansynode). Auch erste Erfahrungen als Sekretär des Bischofs und Zeremonienmeisters im Dom zu St. Jakob. Nach einem persönlichen Schicksalsschlag entschloss ich mich 1970 für eine Erprobung im Zisterzienserorden von Stift Stams. Für ein Schuljahr auch Präfekt im ordensinternen Hauptschulinternat, unter Abt Dr. Bernhard Slovsa OCist. Nach Unstimmigkeiten im Jahre 1972 wieder ausgeschieden und durch Intervention des Diözesanbischofs im selben Jahr der Eintritt als Kandidat in das Benediktinerkloster Stift Fiecht bei Schwaz. Nach dem Noviziat in St. Ottilien (bei München – dem Mutterkloster) die Ablegung der Ordensgelübde: Armut, Gehorsam, klösterlicher Lebenswandel und stabilitas loci (Bodenständigkeit). Ein Jahr später in der kirchlichen Hierarchie aufgestiegen zum Sekretär des Abtes und Zeremonienmeister der Abtei. Gleichzeitig Theologiestudium sowie Abschluss im Lehramt für Deutsch und katholische Religion. Erste Erfahrungen als Lehrer in der Hauptschule Fiecht und der Volksschule Vomp. Nach meinem Austritt am 15. August 1978 Lehrer in Innsbruck: Hauptschule Müllerstraße, Polytechnischer Lehrgang in Dreiheiligen, Sonderschule Siebererstraße, Hauptschule II/Olympisches Dorf, Berufsschule am Lohbachufer und schließlich ein Probejahr am Unterstufenrealgymnasium Sillgasse.

Nach Differenzen im Jahre 1984 mit dem damaligen Diözesanbischof Dr. Reinhold Stecher, Aberkennung der „Missio Canonica“, wegen Unzufriedenheit mit meiner Lehrtätigkeit (zu wenig Glaube, zu viel Praxis ohne kirchliche Morallehre), pädagogischer Mitarbeiter der Caritas, in der Rehabilitation drogen- und alkoholabhängiger Jugendlicher. Dann 1986 der Durchbruch, bei einem Wettbewerb des ORF für Nachwuchstalente im Schreiben. Damals gewann ich den 2. Preis und bekam damit eine Chance als Werbetexter in einem holländischen Konzern. Bis zur Schließung im Jahre 1994 arbeitete ich in der Filiale in Hall in Tirol als Werbetexter und Korrektor. Im selben Jahr eine zweite Chance auf Zeit: Leitung der Werbevorbereitungen für die Landtagswahl in Tirol, für eine politische Partei (SPÖ). Im Jahr darauf der Versuch der Selbstständigkeit als Werbetexter. Nach anfänglich gutem Start musste ich sechs Jahre später, mangels Aufträge, das Gewerbe wieder abmelden. Und so halte ich mich mit Textarbeiten, Korrekturlesen und als Romanautor über Wasser – bis heute.
Nach jahrzehntelangem Dienen, um Gotteslohn, in der katholischen Kirche, entschloss ich mich 1995 endgültig einen Schlussstrich zu ziehen – im Austritt aus der katholischen Glaubensgemeinschaft. Das Ende einer jahrelangen, schmerzhaften Trauerarbeit mit den Erfahrungen dieser „gottlosen“ Kirche. Denn der Gott der Bibel ist rachsüchtig, herrschsüchtig und blutrünstig. Den wahren Gott der Liebe haben uns die Nachfolger Jesu in die Transzendenz verbannt. Dabei ist irgendwie die Liebe verloren gegangen.
Im selben Jahr erfüllte sich auch mein Jugendtraum – die Veröffentlichung eines Buches. Meine Autobiografie „Der Zeremonienmeister – Leben und lieben hinter Klostermauern“. Beinahe zeitgleich mit dem Skandal um Kardinal Hans-Hermann Groer. Das Buch wurde ein großer Erfolg. Über 4.000 verkaufte Exemplare. Infolgedessen verschiedene Fernsehauftritte im In- und Ausland sowie zahlreiche Lesungen in den meisten Bundesländern. Nach 15 Jahren arbeitsintensiven Schaffens durch Veröffentlichungen von Leserbriefen in Zeitungen, Lyrik und Prosa in Literaturzeitschriften, wurde ich endlich in der Literaturszene zur Kenntnis genommen. Dann 10 Jahre später die Zweitauflage vom Zeremonienmeister, verbunden mit Fernsehauftritten in Talk-Shows sowie zahlreichen Lesungen im In- und Ausland (Deutschland, Schweiz). Inzwischen gibt es auch zwei Lyrikbände und einen weiteren biografischen Roman. Weitere Bücher sind in Planung.


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